Weihnachtsbräuche sind feste tradierte Bestandteile des Weihnachtsfestes, die
sich um das Geschehen und die Geschichte von Weihnachten herausgebildet haben. Wie alles
Brauchtum sind sie regional unterschiedlich ausgeprägt
Weihnachten
Den ursprünglichsten Weihnachtsbrauch stellt die Tradition des Krippenspiels dar, in
dem die Weihnachtsgeschichte anschaulich nachgestaltet wird. Beim Quempassingen ertönen
Weihnachtslieder wie "Stille Nacht, heilige Nacht". Am Heiligen Abend oder in
manchen Ländern früh nach der Christmette am 1. Weihnachtsfeiertag findet die Bescherung
statt. Auch im häuslichen Kreise wird am Heiligabend und am 1. und 2. Festtag viel
gesungen und musiziert. Mit dem 2. Festtag tritt aber dann mehr Ruhe und Besinnlichkeit
ein.
Zu Weihnachten gehört meist auch ein aufwändiges Weihnachtsmahl, für das bestimmte
Speisen typisch sind, wie etwa die Weihnachtsgans oder der Weihnachtskarpfen sowie das
speziell für die Weihnachtszeit hergestellte Weihnachtsgebäck. In manchen Regionen gibt
es das Festmahl erst am 1. Feiertag; am Heiligen Abend werden eher Gerichte wie Eintopf
oder Würstchen mit Kartoffelsalat serviert.
In Mitteleuropa wird der Christbaum in der Kirche und Wohnung sowie auf großen
Plätzen in den Ortschaften aufgestellt, und mit Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln,
Lametta, Engeln oder anderen Figuren geschmückt.
Mittelpunkt der familiären Weihnachtsfeier ist der Weihnachtsbaum oder in manchen
katholischen Familien die Krippe. Um sie versammeln sich die Familienmitglieder am
Weihnachtsabend und gedenken der Geburt Christi.
Weihnachtslieder erklingen und werden teilweise gesungen, denn sie gehören noch zum
Restbestand aktiven Liedguts in der Bevölkerung.
Auch der Besuch von Christvesper, Christmette oder Christnacht ist bei religiösen
Familien ein fester Bestandteil des Festes.
Der häusliche Weihnachtsbaum bleibt oft noch lange nach Weihnachten im Zimmer. Je nach
Konfession endet die Weihnachtszeit am 6. Januar, dem Dreikönigsfest, oder am
darauffolgenden Sonntag am Fest der Taufe des Herrn.
Zu den eher weniger besinnlichen Weihnachtsbräuchen gehört das Erzählen von
tradierten Gruselgeschichten (teilweise ironischer Natur, wie "Schneemänner am
Lagerfeuer", aber teilweise auch nicht, wie "Der Mann mit dem Kopf unter dem
Arm") beispielsweise während des Wartens auf die Bescherung im Vorzimmer am
Heiligabend. Dieser Brauch scheint sich vor allem in Nord- und Nordostdeutschland zu
finden.
Ein weiterer Brauch am Heiligen Abend ist der Christklotz, auch
Weihnachtsscheit oder Christblock genannt.
Weihnachtsbräuche zu Vorweihnachtszeit
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