Weihnachtsbräuche
Weihnachten das Fest der Traditionen und Bräuche

Wer kennt sie nicht, die Bräuche zu Weihachten, die das Fest der Liebe zu dem machen, was es ist. Sei es der einfache Adventskranz, leckere Weihnachtsplätzchen oder das Sternsingen. Manche von den zelebrierten Bräuchen sind schon sehr alt, andere sind neu hinzugekommen. Besonders für Familien gehören sie zu den Weihnachtstagen, um zu mehr Zusammenhalt durch gemeinsame Erinnerungen zu finden.

Der Weihnachtsbaum

Für die meisten ist eine Sache unerlässlich, um das Weihnachtsfest gebührend feiern zu können: Der Weihnachtsbaum. Der erste der Welt wurde im Mittelalter „aufgestellt“, bestand aber lediglich aus Misteln, Tannen- oder Eibenzweigen. Den heutigen Weihnachtsbaum gibt es erst seit 1419 und stand im Heilig-Geist-Spital in Freiburg. Geschmückt wurde er mit Nüssen, Lebkuchen und Äpfeln, die dann zu Neujahr geerntet werden durften. Ab 1800 kamen dann auch die einzelnen protestantische Haushalte auf die Idee, einen kleinen Tannenbaum in die Wohnungen zu stellen. Kerzen gab es erst 19. Jahrhundert, weil Wachs zu teuer war.  

Adventskranz, Christkind und Co.

Das Christkind ist eine „Erfindung“ von Martin Luther, der ihm die Aufgabe zuteilte, die Weihnachtsgeschenke zu verteilen. Auch der Weihnachtsmann ist eine Abwandlung des Nikolauses, doch woher genau diese stammt, ist nicht bekannt. Erste Erwähnung fand er 1835 in dem Lied "Morgen kommt der Weihnachtsmann" von Hoffmann von Fallersleben. Den Adventskranz gibt es erst seit 1839. Er wurde damals von dem Hamburger Erzieher Johann Hinrich Wichern „ins Leben gerufen“ um den Kindern die Weihnachtszeit zu verschönern. 23 Kerzen sollten zum Fest geleiten. Seit 1900 zündet man den heute bekannten Kranz an. Ebenso „neu“ ist der Adventskalender, der seit 1903 die Kinderherzen höher schlagen lässt. Zuerst gab es nur 24 Felder, die mit kleinen Bildern beklebt werden konnte, bis sie durch Schokolade ersetzt wurden.

Weihnachten, das Fest der Familien und Liebe

Im Mittelalter war Weihnachten ein geselliges Fest. Aus diesem Grund wurde es fröhlich auf den Straßen gefeiert; Weihnachtsmärkte, Festumzüge und Krippenspiele waren für alle ansehbar. Seit 150 Jahren besinnen sich die Menschen allerdings auf einen kleinen Kreis, weil es eines Tages begann, dass die Umzüge verboten wurden, weswegen man ausweichen musste.

Traditionen und Bräuche

Buttnmandl-Lauf in Berchtesgaden am Nikolaustag
Im Berchtesgadener Land ist es um den 5. und 6. Dezember Brauch, einen Buttnmandl-Lauf durchzuführen. Ursprünglich wurde der Lauf in den Rauhnächten durchgeführt, durch die Christianisierung wurde der auf den Nikolaustag verlegt. Seitdem begleiten die Buttnmandl den Nikolaus, dem sein Nikolausweibl nicht von der Seite weicht, auf seinem Weg. Buttnmandl sind Männer, die in langes Stroh eingebu...
Die Tanne - religiöses Symbol für Geburt und Wiederauferstehung
"Die Tanne" gibt es eigentlich nicht, vielmehr gibt es über 40 verschiedene Arten des zu der Kiefernfamilie gehörenden Baumes. Mit einer Höhe von bis zu 90 Metern und einer Stammstärke von 2-3 Metern ist sie einer der größtwachsenden Bäume in unseren Breiten. Tannen sind weltweit verbreitet, bei uns in Mitteleuropa ist die Weißtanne heimisch. In Amerika gibt es die Douglasie oder auch die...
Bescherung - ein Brauch der auf die hl. drei Könige zurückgeht
Die Bescherung ist sicherlich einer der am weitesten verbreiteten christlichen Bräuche in Deutschland. Denn abgesehen von Christen verbinden auch Atheisten hierzulande das Weihnachtsfest unweigerlich mit der Bescherung. Welches Ausmaß die Bescherung als Symbol des westlichen Konsums angenommen hat, zeigt nicht nur die Erfindung des Weihnachtsmanns. Dabei verweist das Brauchtum der Bescherung eig...
Jesus Christus - der Sohn Gottes
Dem Neuen Testament zufolge ist Jesus Christus der Sohn Gottes und zugleich der Messias, der zur Erlösung aller Menschen von Gott selbst auf die Erde geschickt wurde. Der Begriff Christus ist als Hoheitstitel für den Messias zu verstehen, dessen Erscheinen in der Urbibel, also dem Alten Testament, verkündet wird. Der Name Christus ist also Ausdruck der Anhänger Jesu für ihren Glauben daran, d...
Väterchen Frost - die russische Figur des Weihnachtsmanns
Ded Moros - "Väterchen Frost" - ist die russische Figur des Weihnachtsmanns, die in der Neujahrsnacht, dem sogenannten Jolka-Fest, die Kinder beschenkt und auch in anderen osteuropäischen Ländern verbreitet ist. Auch in manchen nichtslawischen Ländern kommt dieser Brauch vor, zum Beispiel in Litauen und in Estland. Väterchen Frost ist ein großer, stattlicher Mann mit einem traditionell boden...
Mette - ein nächtlicher Gottesdienst an Weihnachten und vor Ostern
Der Begriff der Mette im Bezug zum Weihnachtsfeste beschreibt nicht, wie von vielen meist angenommen, eine Messe, auch nicht im Sinne eines großen katholischen Gottesdienstes. Der Begriff der Mette, oft auch als Weihnachtsmette oder Christmette bezeichnet, stammt aus dem Lateinischen ("matutina") und bedeutet Morgenstunde. Morgenstunde in diesem Sinne bezieht sich jedoch nicht auf einen sehr frü...
Advent - die stille Zeit vor Weihnachten
Adventszeit, die schönste Zeit im Jahr. Für viele ist dies ein wahrer Spruch. Die Wochen vor dem Weihnachtsfest werden genutzt, Vorbereitungen für Weihnachten zu treffen. Die stille oder staade Zeit, zur Ruhe kommen, sich auf die Geburt Jesu zu freuen. In der katholischen und der evangelischen Kirche beginnt mit dem ersten Advent das neue Kirchenjahr. Der Name Advent stammt vom lateinischen Adv...
Apfelorakel - es kann verschiedene Ausprägungen aufweisen
Äpfel als Obst sind eng mit dem heiligen Nikolaus verbunden und symbolisieren Goldklumpen. Auf der anderen Seite sind sie durch die Paradiesspiele zur Frucht des Lebens geworden: Nach mittelalterlichem Verständnis konnte die sündhafte Frucht nur ein Apfel sein. Äpfel versinnbildlichen Fruchtbarkeit und Wohlstand, und an manchen Orten aß man zu Heiligabend einen Apfel, um sich im kommenden Jah...
Bäume schütteln, ein Brauchtum im Berchtesgadener Land
Weihnachten hatten die Kinder in einigen Berchtesgadener Dörfern eine große Aufgabe. Nach der Christmette gingen sie zu den Obstbäumen und schüttelten sie. Dies sollte die Natur langsam wieder aufwecken und eine gute Ernte sichern. Obst war zu jenen Zeiten ein wertvolles Gut, quasi ein Essen für umsonst, das auf dem eigenen Hof wuchs. Obst zu kaufen konnten sich zu diesen Zeiten nur wenige le...
Das Christbaumloben - ein Brauch aus Bayern und Baden-Würtemberg
Alljährlich findet in einigen Teilen Bayerns und Baden-Württembergs der Brauch des Christbaumlobens statt. Zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar wird zu Freunden und Bekannten gegangen, um deren Christbäume zu bewundern und ausgiebig zu loben. Oft sind es auch schon ganze Vereine, die sich zusammentun und jedem Mitglied untereinander einen Besuch abstatten. Da ein gelobter Christbaum meis...
Rorate - Beginn eines Wechselsgesangs der katholischen Liturgie zuzuordnen
Weihnachten bringen viele vor allem mit den regelmäßig stattfindenden Adventsmessen in Verbindung. Doch es gibt auch die sogenannten Rorate-Messen, die an einzelnen Wochentagen abgehalten werden. Bei einer Rorate handelt es sich um den Beginn eines Wechselsgesangs der der katholischen Liturgie zuzuordnen ist. "Rorate" bedeutet übersetzt "Tauet". Der Text "Rorate caeli desuper" was "Tauet, Himme...
Der Dammerl - ein alter Brauch in der Vorweihnachtszeit
Am 21. Dezember, dem Namenstag des Thomas, ist es der Brauch, die Weihnachtssau zu schlachten. Aus dem Namen Thomas ist das Wort Dammerl entstanden, der einst ein sogenannter Brandmetzger war. Früher war es üblich, die Sau, die geschlachtet werden sollte, mit dem Hammer zu erschlagen. Nach der Mette am heiligen Abend wurden die Thomaswürste gegessen. In der Thomasnacht ist es heute noch vielero...
Rentier - treuer Gefährte des Weihnachtsmannes
Das Rentier ist ein sehr geselliges Tier und lebt in riesigen Herden in den Tundren und Wäldern Skandinaviens, Nordamerikas, im eurasischen Gebiet, auf Grönland und anderen arktischen Inseln. Es ist die einzige Hirschart, die domestiziert wurde, weswegen es heute nur noch recht wenige wirklich wilde Rentiere gibt. Doch auch die domestizierten Herden ziehen meist frei umher. In Fjell-Gegenden, in...
Mithras - Religion um den Sonnengott Mithras
Was heute von den Christen als Geburt Jesus gefeiert wird, hat bereits eine viel ältere Tradition. Das Weihnachtsfest gab es bereits vor dem Christentum und wurde von diesem erst im 4. Jahrhundert nach Christus übernommen. Bereits davor jedoch, wurde Weihnachten von anderen Kulturen als Wintersonnenwendfest zelebriert. Eine neue Religion entstand in Rom etwa im Jahre 70 vor unserer Zeit. Diese R...
Der Adventsstern - auch als Weihnachtsstern bekannt
Der Adventsstern ist auch unter dem Namen Weihnachtsstern bekannt. Er führte nach der Geburt Jesus die heiligen Drei Könige sowie die vielen Hirten und sonstigen Besucher zu dem Stall, in dem das Kind lag. Oft wird er dargestellt wie ein Komet, vorne ein Stern mit einem anhängenden Schweif. In der heutigen Zeit wird schon im Advent Haus und Hof weihnachtlich geschmückt, wobei der Stern einen b...
Hirte - eine Symbolfigur des Weihnachtsfestes
Der Hirte ist eine Symbolfigur des Weihnachtsfestes, die besonders seit dem späten Mittelalter Einzug in die Krippendarstellungen erhalten hat. Vielen ist er aus der Auftaktszene der Krippenspiele bekannt, wo ein Engel den Hirten die Geburt Christi verkündet. Auch wenn die Handlung sehr vieldeutig bleibt, ist es etwas ganz besonderes, dass der Engel die frohe Botschaft als erstes den sozial schw...
Korvatunturi - der Wohnort des Weihnachtsmannes am Polarkreis
Der Wohnort des Weihnachtsmannes war lange Zeit ein Geheimnis. Heute weiß man, dass er nahe am Polarkreis im Berg Korvantunturi im finnischen Teil Lapplands - dort, wo es zu Weihnachten immer Schnee gibt - lebt. Der 486 Meter hohe Gebirgszug liegt auf dem finnisch-russischen Grenzstreifen im Urho-Kekkonen-Nationalpark, und um den Berg zu besteigen, benötigt man eine Genehmigung der finnischen Gr...
Das Weihnachtspostamt - Briefe an den Weihnachtsmann
Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe an das Weihnachtspostamt. Dies ist auch unter dem Namen Himmelspostamt oder Nikolauspostamt bekannt. Oft werden Wunschzettel für Christkind oder Weihnachtsmann verschickt, aber auch Zeichnungen, Wünsche nach Frieden, Geborgenheit oder einer intakten Familie. Kranke Familienangehörige sollen wieder gesund werden oder der Wunsch nach einer wei...
Julfest - das ursprüngliche Weihnachtsfest der Kelten und Germanen
Weihnachten ist für die meisten Menschen die schönste Zeit im Jahr. Neben den Leckereien, Geschenken und all dem festlichen Schmuck ist es jedoch vor allem auch der Glaube, der an diesen Tagen eine große Rolle spielt. Bei Weihnachten handelt es sich um ein christliches Fest. Die Gläubigen halten sich an die Lehren von Jesus Christus und gehen davon aus, das Jesus, der Sohn Gottes, vor mehr als...
Stern von Bethlehem - zeigte den Weisen aus dem Morgenland ihren Weg zur Krippe
Ein Stern soll die Geburt eines neuen Königs verkündet haben und zeigte den Weisen aus dem Morgenland ihren Weg, um zu der Krippe des Jesus-Kindes zu gelangen. So steht es im Evangelium des Matthäus: Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen." Vom frühen Christentum bis heute wird versucht, das Erscheinen des Sterns vo...
Der Barbaratag - gewidmet der hl. Barbara von Nikomedien
Barbara von Nikomedien lebte Ende des 3. Jahrhunderts Nikomedia, heute Izmit. Sie hatte sich ganz dem Christentum verschieben und wolle sich für Gott ihre Jungfräulichkeit bewahren. Ihr Vater ließ sie darauf hin enthaupten. In der katholischen Kirche ist der 4. Dezember als Gedenktag eingeführt. Sie gilt als eine Märtyrerin, da sie sich für Gott und ihren Glauben geopfert hat. Der Überliefe...
Die Nordmanntanne als Weihnachtsbaum - der ideale Weihnachtsbaum
Neben der Fichte ist wohl die Nordmann-Tanne einer der bekanntesten Weihnachtsbäume. Mit ihrem frischen grün und dem wunderbaren Duft zieht sie schnell als Weihnachtsbaum in viele Stuben ein. In der Natur kann diese Tannen-Art bis zu 40 Meter hoch werden. Der immergrüne Baum wird bis zu 500 Jahre alt. Er wächst pyramidenförmig nach oben. Die Nadeln werden bis zu drei Zentimeter lang und stech...
Gregorianischer Kalender - wird heute auf der ganzen Welt angewendet
Der Gregorianische Kalender ist derjenige Kalender, der heute auf der ganzen Welt angewendet wird. Er entstand am Ende des 16. Jahrhunderts als eine Weiterentwicklung des Julianischen Kalenders. Benannt ist er nach Papst Gregor XIII. In Kraft trat er 1582 mit dem Inkrafttreten der Bulle „Inter gravissimas“ des Papstes. Damit wurden der herkömmliche Julianische Kalender und auch viele andere K...
Das Geschenk zu Weihnachten - Symbolträchtig
Weihnachten ist die traditionellste Zeit, anderen Menschen Geschenke zu machen. Dies ist wohl darauf zurück zu führen, dass schon die heiligen drei Könige dem Christkind Geschenke brachten. Seither wird alljährlich zu Christi Geburt jedem ein kleines oder größeres Geschenk überreicht. Oftmals sind sie schön verpackt und mit einer dicken, großen Schleife verziert. Unter dem festlich geschm...
Aperschnalzen ein bayerisch-salzburgischer Brauch
Das Aperschnalzen ist ein bayerisch-salzburgischer vorchristlicher Brauch und eine Form des Goaßlschnalzens. Hierbei handelt es sich um ein rhythmisches Schnalzen und Knallen mit der Goaßl, einer bis zu vier Meter langen, kurzstieligen Peitsche, an deren Ende ein Bast befestigt ist. Der Knall entsteht durch eine schnelle Richtungsänderung. Das Schnalzen wird in kleinen Gruppen, sogenannten Pass...
Die Weihnachtsgeschichte - gibt es in zwei verschiedenen Versionen
Die Weihnachtsgeschichte gibt es in zwei verschiedenen Versionen. Zu finden ist sie zum einen bei Matthäus aber auch bei Lukas im Neuen Testament. In ihr wird die Geschichte der Empfängnis sowie der Geburt des Jesus-Kindes wiedergegeben. Bis heute wird die Weihnachtsgeschichte gerne zu Advents- und Weihnachtsgottesdiensten in der Kirche nachgespielt. Bei der Version aus dem Lukas-Evangelium hand...
Der Christbaumschmuck - geht im Ursprung auf Adam und Eva zurück
Der Christbaum oder Weihnachtsbaum wurde nach den neuesten Forschungen schon im Mittelalter in unseren Gebieten aufgestellt. Jedes Jahr am 24. Dezember gab es sogenannte Paradiesspiele, die auf die Geschichte von Adam und Eva mit dem Paradiesbaum zurückzuführen sind. Der Paradiesbaum wurde mit Äpfeln geschmückt, später auch mit Süßigkeiten und Nüssen. Im Laufe der Zeit kamen Blüten aus Pa...
Christkind - und der Einzug in die katholischen Weihnachtsbräuche
Für die Kinder katholischer Familien ist die Weihnachtszeit ohne das Christkind unvorstellbar. Die Figur des Christkinds gleicht in ihrer Funktion der des Weihnachtsmanns, mit dessen Vorstellung Kinder atheistischer Familien aufwachsen: Beiden wird zugeschrieben, die Weihnachtsgeschenke zu bringen. Es gehört zur Erzählung rund um das Christkind, dass dieses nicht gesehen wird, wenn es die Gesch...
Josef von Nazareth -  der Ziehvater von Jesus von Nazareth
Josef von Nazareth war der Ziehvater von Jesus von Nazareth. Er war der Verlobte von Maria, der Mutter von Jesus von Nazareth. Geboren wurde er in Nazareth in Israel, gestorben ist er vermutlich etwa im Jahre 16 n. Chr. Josef entstammte dem Geschlecht König Davids. Der christlichen Überlieferung nach wollte Josef sich von Maria trennen, als er von ihrer Schwangerschaft erfuhr, denn er hielt sie...
Messias - von Gott gesandt
Im Zusammenhang mit dem Namen Messias wird immer wieder von dessen Erscheinung gesprochen. Der Name Messias wird in der deutschen Lautschrift von dem Hebräischen Mashiach abgeleitet, was für "Gesalbter" steht. Die griechische Bedeutung lautet dagegen Xristos, was in der deutschen Sprache als Christus übersetzt wird. In der hebräischen Bibel, dem Tanach, gilt die Bezeichnung Gesalbter als Hohei...
Klausjagen - ein schweizerischer Brauch
Das schweizerische Küssnacht ist ein kleiner Ort in der Nähe von Luzern mit knapp 9.000 Einwohnern. Bekannt ist es vor allem durch einen alten Nikolaus-Brauch: dem Klausjagen, das jedes Jahr am 5. Dezember stattfindet und bei dem 1.500 Klausjäger, die sich in verschieden kostümierte Gruppen unterteilen, eine bunt schillernde Parade darbieten. Dafür kleiden sie sich mit dem traditionellen wei...
Die Fichte als Weihnachtsbaum - die Zapfen zum basteln
In unseren Breiten werden als Weihnachtsbäume gerne Fichten verwendet. Diese immergrünen Bäume können in der freien Natur bis zu 40 Meter hoch werden. Ihr kegelförmiger Wuchs macht sie zu einem besonders schönen Weihnachtsbaum. Fichtenbäume sind schnell wachsend, in Europa eine der meisten Holzlieferanten. Zu erkennen ist sie an der feinschuppigen Rinde und den rund um die Äste sitzenden g...
Barbarazweige im Dezember - die Legende der Heiligen Barbara
Am 4. Dezember ist der Gedenktag an die Heilige Barbara. Diese zählt zu den 14 Nothelfern und ist Schutzpatronin unter anderem für die Bergleute. Barbarazweige werden meist von Obstbäumen wie Apfel, Kirsche oder Pflaume geschnitten, aber auch die Forsythie oder Lindenzweige eigenen sich dafür. Den abgeschnittenen Zweig stellt man an einem warmen Ort, am besten neben dem Ofen, in lauwarmes Wass...
Der Einkehrbrauch - es gibt sie in verschiedensten Formen
Einkehrbräuche gibt es viele verschiedene. Ob das Martinssingen, die Kürbisnacht oder der Nikolaus, es gibt die verschiedensten Formen. Wahrscheinlich sind diese auf die Herbergssuche zurückzuführen, bei der Maria und Josef an Türen klopften und um eine Herberge baten. Gesangsgruppen, Kinder oder eben der Nikolaus mit seinen Begleitern gehen von Haus zu Haus, klopfen an und begeben sich in di...
Knecht Ruprecht - der Gehilfe des heiligen Nikolaus
"Von drauß` vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr" - mit diesen Worten kündigt sich in einem Gedicht Theodor Storms der sowohl geliebte als auch gefürchtete Knecht Ruprecht an. Er ist der Gehilfe des heiligen Nikolaus, mit welchem er nach alter Sitte im mittleren und nördlichen deutschen Sprachraum am Vorabend des 6. Dezember die Kinder zu Hause besucht. Meist hat er...
Das Abendmahl - das letzte Mahl von Jesus und seinen Jüngern
Mit dem Abendmahl wird seit den frühen christlichen Anfängen an das letzte Mahl von Jesus und seinen Jüngern gedacht. Am Abend vor seiner Festnahme teile Jesus Brot und Wein mit seinen Jüngern, was auch heute noch in den Gottesdiensten symbolisch nachgeahmt wird. Oft wird die Bezeichnung Eucharistiefeier oder heilige Kommunion dafür verwendet. Während die Eucharistie in der katholischen Kirc...
Nikolaus-Schiff - oertliches Brauchtum um den Nikolaus
Mit der Gestalt des heiligen Nikolaus sind unzählige Variationen seiner Symbolik und des örtlichen Brauchtums verbunden, darunter das Nikolaus-Schiff. Wegen seines Patronats über Seefahrer, Binnenschiffer und Händler wurde der heilige Nikolaus von der Deutschen Hanse und anderen seemännischen Vereinigungen als Schutzheiliger gewählt. Früher riefen in Seenot geratene Schiffsleute oft den hei...
Krampus - begleitet den hl. Nikolaus
Der Krampus ähnelt dem Knecht Ruprecht, da er ebenso schreckenerregende Züge aufweist und den heiligen Nikolaus begleitet. Während Knecht Ruprecht jedoch sowohl bestraft als auch belohnt, ist der Krampus ausschließlich für das Bestrafen verantwortlich. Auch tritt er gemeinsam mit anderen Krampussen meist in Gruppen auf. Er ist besonders verbreitet in Süddeutschland, Österreich, Ungarn, Slow...
Bleigießen an Silvester - Weissagungen zum Jahreswechsel
Silvester ist ein klassischer Tag, um sich die Zeit bis zum Jahreswechsel mit Bleigießen zu vertreiben. In einem Löffel werden über einer Kerze kleine Bleistückchen geschmolzen und anschließend in eine Schüssel mit kaltem Wasser gegossen. Das Ergebnis ist eine teils sehr lustige Bleiform, die ein Orakel für das nächste Jahr darstellt. Viel Spaß macht es, gemeinsam erst einmal herauszufind...
Heilige Drei Könige - drei weise Männer aus dem Morgenland
Im Christentum sind die heiligen drei Könige drei weise Männer aus dem Morgenland, die bereits kurz nach Christi Geburt an der Geburtsstätte eintrafen, um den Heiland auf der Erde zu begrüßen und ihm zu huldigen. Während sich im Neuen Testament keine detaillierten Angaben zu den Weisen finden, ist in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums mehr über sie zu erfahren. So ist dort z...

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