Weihnachtsbräuche
Weihnachten das Fest der Traditionen und Bräuche

Wer kennt sie nicht, die Bräuche zu Weihachten, die das Fest der Liebe zu dem machen, was es ist. Sei es der einfache Adventskranz, leckere Weihnachtsplätzchen oder das Sternsingen. Manche von den zelebrierten Bräuchen sind schon sehr alt, andere sind neu hinzugekommen. Besonders für Familien gehören sie zu den Weihnachtstagen, um zu mehr Zusammenhalt durch gemeinsame Erinnerungen zu finden.

Am Donnerstag nach dem Dreikönigstag ist es so weit: In Reutlingen findet der Mutscheltag statt, unter den alteingesessenen auch der „Öberste“ bezeichnet. Ein Nationalfeiertag für alle Reutlinger.  Mutscheln sind ein mürbes Weißbrotgebäck, die nur an diesem Tage von den Reutlinger Bäckern hergestellt werden. In den verschiedensten Größen sind sie zu kaufen. Aussehen tut sie wie ein Stern mit acht Zacken, auf dem ein geflochtener Kranz und ein würfelförmiger Turm gebaut sind.

Die Drud, früher auch druckade Drud genannt, war eine einfache Magd bei einem Bauern oder einem Wirt. Tagsüber verrichtete sie ganz normal ihre Arbeit, des Nachts aber wurde sie umtriebig und ging zu besonders bösen Menschen oder solchen mit schlechtem Gewissen zum „drucka“.

Gesehen wurde sie nicht, aber sie setzte sich auf den Brustkorb und auf das Genick desjenigen, den sie besuchte. Der bekam Atemnot und Schweißausbrüche. Da man sich diese nächtlichen Anfälle nicht erklären konnte, hörte man oft den Spruch: „

Am „Gumpigen Donnerstag“ ist in Ziemetshausen ein ganz besonderer Brauch anzutreffen. An diesem Tag werden Brezen und Würstchen an die Kinder im Ort verteilt. Alle Kinder treffen sich am Gründonnerstag vor dem Rathhaus, an dem sich um Punkt 12 Uhr die Türen öffnen. Nach einem kurzen Gebet machen sich dann der Pfarrer und der Bürgermeister daran, die Kinder in das Rathaus zu begleiten wo sich jedes zwei Brezen und ein Paar Würstchen abholen kann. Diese werden dann wiederum vor dem Rathaus verzehrt.

Ded Moros - "Väterchen Frost" - ist die russische Figur des Weihnachtsmanns, die in der Neujahrsnacht, dem sogenannten Jolka-Fest, die Kinder beschenkt und auch in anderen osteuropäischen Ländern verbreitet ist. Auch in manchen nichtslawischen Ländern kommt dieser Brauch vor, zum Beispiel in Litauen und in Estland. Väterchen Frost ist ein großer, stattlicher Mann mit einem traditionell bodenlangen weißen Vollbart. Früher trug er ein blau-weißes Kostüm, das Kälte und Frost symbolisierte, heute oft einen roten Mantel und eine rote Mütze mit weißem Pelzrand. Seine Fäustlinge haben traditionell drei Finger; auch trägt er Walenki - warme russische Filzstiefel.

Bei dem Tag der unschuldigen Kinder handelt es sich um einen Feiertag, der auf den 28. Dezember fällt. Dieser Tag ist dem Gedenken an jene Kinder gewidmet, die aufgrund der Machtgier des Königs Herodes im 1./2. Jahr nach Christus getötet wurden. Ermordet wurden dabei alle Knaben Bethlehems. Im Matthäusevangelium 2,16 heißt es: "Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährigen und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte." Die Anzahl der Opfer kann dabei jedoch nicht festgelegt werden und schwankt sehr stark. Genannt sind Zahlen zwischen sechs und 144.000 Kinder.

Traditionen und Bräuche

Anklöpfeln - ein Brauch aus Tirol, Südtirol und Oberbayern
Das Anklöpfeln oder Anklöckeln ist ein alter Brauch, der heute vor allem in Tirol, Südtirol und Oberbayern verbreitet ist. Hierbei ziehen oft Kinder von Haus zu Haus, singen Lieder und bekommen dafür kleine Geschenke. Wie beim Anklöckeln traten aber auch Lehrjungen und arme Leute in Erscheinung. Teilweise traten die Klöpfler vermummt auf. Die einzelnen Zeremonien und Rituale sind regional se...
17. Dezember - Christkindl Einläuten am Lazarus-Tag
Jährlich am 17. Dezember, dem Lazarus-Tag, ist es Brauch, das Christkindl einzuläuten. Nachmittags ab 15 Uhr beginnen die Glocken der Kirchen zu läuten, was dem Feierabend-Einläuten nachempfunden ist. Jetzt ist es an der Zeit, sich zu besinnen und Verwandte, Kranke und arme Leute zu besuchen. Dieser Brauch basiert auf der Geschichte des armen Lazarus aus dem Lukasevangelium. Lazarus, ein armer...

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