2,2 Millionen Einwohner leben im schönen Thüringen. Natürlich ist dort die Lust auf Weihnachten ebenso groß wie im Rest der Bundesrepublik Deutschland. Im ganzen Freistaat gibt es große und kleine Weihnachtsmärkte, die alle ihren besonderen Charme haben. Warme Lichter, der Geruch von Glühwein und Lebkuchen schwirrt überall durch die Lande und verlockt dazu, sich nach einem Arbeitstag nicht zu Hause auf die Couch zu setzen, sondern den Abend auf den Weihnachtsmärkten in Thüringen ausklingen zu lassen.

Traditionelle Bräuche auf den Weihnachtsmärkten

Auf dem Weihnachtsmarkt in Jena und auf dem Adventsmarkt Nordhausen ist es beispielsweise Tradition, dass der zu Beginn ein riesiger Stollen angeschnitten wird, bevor die Feierlichkeiten losgehen. Das liegt unter anderem daran, dass die Thüringer sehr stolz auf ihr Stollenrezept sind und demnach der Name auch nicht einfach so verwendet werden darf, sondern erst, wenn man eine Prüfung nach DLG Schema abgelegt hat, die jedes Jahr zu wiederholen ist und strengen Anforderungen unterliegt. Kein Wunder also, dass einige Weihnachtsmärkte mit diesem Brauch ihren Anfang finden und es einfach „dazugehört“.

Bunte Vielfalt auf den Weihnachtsmärkten

Die Thüringer Weihnachtsmärkte bieten all das, was man sich wünscht. Bude um Bude gibt es nicht nur handgefertigte Kunstwerke zu kaufen, sondern eine Menge kulinarischer Genüsse zu erleben. Ein Bummel lohnt sich immer über die verschiedenen Märkte, denn ein jeder hat sein ganz eigenes Antlitz. Oft gibt es auch Livemusik, die die weihnachtliche Stimmung verstärkt und den Horizont erweitert, wenn man sonst nicht viel mit bestimmten Musikrichtungen in Berührung kommt.

Auch im Osten von Thüringen, genauer in Gera, freuen sich die Menschen jedes Jahr aufs Neue auf die traditionellen Weihnachtsmärkte. Beliebt ist der WeihnachtsMärchenMarkt der mit seinen vielen Attraktionen nicht nur die Bewohner Geras lockt, sondern auch für Außerhalb einen kleinen Festmagneten darstellt. Der Gera Weihnachtsmarkt erstreckt sich mit seinen 90 Buden vom historischen Rathaus und der Johannisstraße, der Bachgasse sowie über den Museumsplatz, die Schloßstraße bis hin zur Humboldtstraße. Täglich wird er um 10 Uhr geöffnet. Die Tore schließen sich unter der Woche um 20 Uhr, an den Freitagen geht der WeihnachtsMärchenMarkt bis um 21 Uhr.

In Thüringens Mitte liegt die Kreisstadt Arnstadt. In der Weihnachtszeit verwandelt sich ein Teil des Städtchens in ein Wintermärchen, in dem der „Bach-Advent“ seine Tore für Groß und Klein öffnet, welcher seit 2009 stattfindet und sich jedes Jahr vieler Besucher erfreut. Hierbei handelt es sich allerdings um keinen traditionellen Weihnachtsmarkt, sondern nur um einige Tage im Jahr, in denen die Weihnachtszeit eingeläutet werden kann.

Zur Weihnachtszeit gehört ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazu. Gemeinsam mit den Liebsten einen Glühwein trinken und erkunden, welche Kunstwerke es dieses Mal zu kaufen gibt, ist ein schönes Erlebnis, dem sich jedes Jahr Tausende Menschen hingeben. Der Adventsmarkt Nordhausen ist für die Bewohner im nördlichen Thüringen auf jeden Fall ein Event, welches auf keinen Fall verpasst werden darf, um das Fest der Liebe gebührend einzuleiten. Geöffnet wird er jedes Jahr an dem Freitag, der vor dem ersten Adventswochenende liegt.

Alle Jahre wieder freut sich ganz Gotha auf den Wichtelmarkt, welcher von Ende November bis nach Weihnachten stattfindet, sodass die schöne Stimmung nicht kurz vor den Feiertagen endet. Im Stadtbild der barocken Gothaer Altstadt entsteht so ganz von alleine eine wundervolle Kulisse, die nicht nur die Einwohner, sondern auch Touristen aus aller Welt verzaubert. In der Woche ist der Markt von 11 bis 20 Uhr besucht werden sowie auch an den Sonntagen und Feiertagen. An den Freitagen und Samstagen ist er bis 24 Uhr geöffnet.

Die Tradition des Erfurter Weihnachtsmarktes reicht bis zu 160 Jahren in die Vergangenheit zurück. Noch heute gilt er als einer der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands, den jedes Jahr ca. 2 Millionen Menschen besuchen. Der Festort ist der Domplatz in Erfurt, in dessen Hintergrund der Mariendom und die Severikirche beleuchtet werden.

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