Balthasar (Heilige drei Könige)

Der älteste der Heiligen drei Könige war der König von Arabien. Balthasar wird in manchen Fällen statt Kaspar in der Kirchenmalerei als Farbiger gemalt. In den meisten Fällen aber wird durch ihn der Kontinent Asien repräsentiert. Die drei Weisen aus dem Morgenland werden im Matthäusevangelium 2,11 erwähnt. Allerdings war zu der Zeit noch nicht klar, ob es wirklich nur drei waren. Tertullian und andere Kirchenschriftsteller brachten dann im 3. Jahrhundert den Begriff „Könige“ auf. Die heute gebräuchlichen Namen tauchten allerdings zum ersten Mal im 6. Jahrhundert auf, volkstümlich wurden sie erst im 9. Jahrhundert.

Viele Geschichten

Sie versuchten die Legende Aurea als Philosophen, Sterndeuter und Zauberer zu erklären. In vielen Kommentaren und Legenden kann das Leben der drei nachgelesen werden, das von Wundern erfüllt war. Schließlich erschien ihnen der Stern, sie machten sich auf die Reise nach Jerusalem, standen vor Herodes, sprachen dem Kind die Verehrung aus und schlugen einen anderen Heimweg ein, da ein Engel im Traumgesicht sie warnte. Die Erzählung aus frühchristlichen Quellen beschreibt ihre Taufe, die ihnen der Apostel Thomas zuteilwerden ließ. Weiter beschreibt es ihre Bischofswürde und ein Weihnachtsfest, das sie gemeinsam feierten. Ihr Tod folgte unmittelbar darauf. Die Kaiserin Helena ließ ihre Gebeine nach dem Auffinden nach Konstantinopel überführen. Da die Gaben Gold, Weihrauch und Myrre waren, wurde daraus geschlossen, dass es sich um drei Magier handeln musste. „Thaddadia, Melchior und Balytora“ hießen sie ab dem 6. Jahrhundert. Ihre Umbenennung in „Caspar, Melchior und Balthasar“ erfolgte mit zeitgleichem erheben in den Stand der Könige ab dem 8. Jahrhundert.

Dreikönigssingen

Der Brauch des Dreikönigssingens hat sich in der katholischen Kirche bis heute gehalten. Die Sternsinger ziehen von einem Haus zum nächsten und segnen es mit „C + M + B“, „Christus Mansionem Benedicat“, „Christus segne das Haus“. Die Buchstaben werden an die Haustür geschrieben mit dem jeweils aktuellen Jahr. Damit soll das Böse vom Haus abgewendet werden. Im Gegenzug erhalten die Sternsinger eine Gabe.

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