Barbaratag

Barbaratag: Die Geschichte der heiligen Barbara

Der Barbaratag wird am 4. Dezember eines jeden Jahres gefeiert. St. Barbara zählt im katholischen Glauben zu den 14 Nothelfern, die im Falle einer Krise helfen sollen. Der wahre Grund, weshalb der Barbaratag gefeiert wird, liegt in der Geschichte dieser Frau.

Die heilige Barbara lebte im 4. Jahrhundert in Nikomedien, sie ist eine der Vierzehn Nothelfer und gilt als Schutzpatronin. Sie widersprach ihrem Vater, indem sie sich weigerte, den ihr versprochenen Mann zu heiraten. Stattdessen trat sie heimlich dem christlichen Glauben bei und wollte von nun an in Armut leben. Ihr Vater sperrte sie daraufhin in einen Turm ein und hoffte, sie käme dort zur Besinnung. Als er dies nicht erreichte, lies er sie foltern – auch dies änderte nichts an ihrem Glauben. Zu guter Letzt hackte ihr der Vater persönlich den Kopf ab und erlitt daraufhin den Tod durch Blitzschlag.

So wird der Barbaratag gefeiert

Am 4. Dezember werden von diversen Obstbäumen Zweige , die Barbarazweige, abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Diese Zweige sollen bis zum 24. Dezember aufblühen. Je nach Sorte des abgeschnittenen Zweiges konnten verschiedene Voraussagen getroffen werden.

Apfel- oder Pflaumenzweige versprechen im nächsten Jahr eine gute Ernte und Glück erhielt derjenige, dessen Haselnusszweig aufblühte. Ebenfalls für eine gute Ernte spricht der Weizen, der Barbaraweizen, der am 4.12 in einer Schale gesät wird und bis zu Weihnachten einen dichten, grünen Rasen bildet.

Quittenzweigen kommt ein zweideutiger Sinn zu: die Blüten riechen so süß wie die Liebe sein kann, der bittere Geschmack der Früchte steht für die Probleme einer Beziehung. Die Schalen mit dem aufgegangenen Barbaraweizen oder blühenden Barbarazweige werden mit rotem Band geschmückt und werden an Weihnachten auf den Tisch gestellt.

Früher verknüpften die Mädchen ihre Barbarazweige mit Namen ihres heimlichen Schwarms. Wenn dann der Zweig verdorrte, wurde klar, dass sich hier keine Liebesbeziehung anbahnen kann.

Nachdem die Märtyrerin Barbara als Schutzpatronin der Bergleute gilt, wird sie natürlich von diesen in besonderem Maße gefeiert.

Schreibe einen Kommentar