Magenbrot

Unter Magenbrot gibt es in Deutschland und in der Schweiz ein Gebäck, das häufig auf Weihnachts- und Jahrmärkten zu finden ist. Auf Volksfesten gehört es wie gebrannte Mandeln, Zuckerwatte und Bier dazu. Es wird in Rauten Form geschnitten verkauft, während es in der Schweiz brotscheibenförmig ist. Das süße Gebäck ist in fast immer mit einer dünnen Glasur versehen.

Den Namen hat das Magenbrot nach seinen magenfreundlichen Zutaten. Zu den Gewürzen die zur Verwendung kommen gehören Gewürznelken, Sternanis, Muskatblüten und Zimt. Kakao sorgt für die typische dunkelbraune Farbe. Die Süße kam früher durch Honig, der heute jedoch teilweise durch Zucker ersetzt worden ist. Als es früher noch keine Schokolade enthielt, wurde es als „Kräuterbrot“ bezeichnet. Der Verkauf erfolgt heute in der Schweiz überwiegend auf Herbstmärkten durch Schausteller und Marktverkäufer. Vermehrt hat es aber auch den Weg in die Regale von Schweizer Großverteilern gefunden. Magenbrot-Rezepte finden sich in Kochbüchern, die vor 1946 erschienenen, die kein Vergleich sind mit dem Magenbrot, das es heute auf den Märkten gibt. Früher hatte es die Bezeichnung Alpenkräuter-Brot.

Lange Tradition und doch speziell

Honigkuchen und Lebkuchen gibt es schon sehr lange. Sie lassen sich zurückverfolgen bis in das Mittelalter und sogar bis in die Antike. Magenbrot gehört zwar im weitesten Sinn auch dazu, es ist allerdings eine ganz eigene Erfindung seit ungefähr den 1940er Jahren. Die Zuckerglasur unterscheidet das Magenbrot im Wesentlichen. Sie wird auf das warme Gebäck nicht gerade wenig aufgetragen und durchdringt es komplett. Magenbrot enthält im Vergleich zu anderem Gebäck keine Kostbarkeiten. Nüsse, Honig oder Butter sucht man vergebens. Aber dafür ist das einfache Jahrmarktgebäck durchaus empfehlenswert nach einem Besuch im Bierzelt und dem Genuss von Bier.

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