Mistelzweige

Bräuche rund um den Mistelzweig sind fast weltweit bekannt. Die Mistel ist seit jeher im Volkglauben ein Glücksbringer. Die Mistel ist eine immergrüne Pflanze die in Blättern und Stängeln Giftstoffe enthält. Für Kinder und manche Tiere ist sie giftig und kann zu Magen- oder Darmbeschwerden führen. Andererseits verfügt sie aber auch über eine heilende Wirkung und kommt in der Medizin zum Einsatz. Beispielsweise findet sie Anwendung bei Bluthochdruck und Krebs. Einen Mistelzweig über der Haustür aufzuhängen ist besonders im angelsächsischen Raum verbreitet. Oftmals werden Mistelzweige zu Weihnachten aufgehängt. Diesen Brauch gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Früher waren sich die Menschen sicher, dass mit einem Mistelzweig Hexen, böse Geister und auch Blitzschlag abgewehrt werden konnte. Stehen zwei Menschen unter einem Mistelzwei soll ihr Kuss die Liebe festigen.

In jedem Land verschieden

Bei den Engländern konnte eine junge Frau zur Weihnachtszeit es nicht ablehnen geküsst zu werden, wenn sie unter dem Mistelzweig stand. Aus dem Kuss konnte entweder eine tiefe Romanze werden, es konnte aber genauso gut eine dauerhafte Freundschaft und Wohlwollen bedeuten. Wurde ein Mädchen nicht geküsst, so konnte sie nicht damit rechnen, dass sie im nächsten Jahr heiraten würde. Der Weihnachts-Mistelzweig fällt in manchen Teilen Englands der Verbrennung zum Opfer, damit die Mädchen und Jungen, die sich unter ihm geküsst haben, heiraten. Als Pflanze des Friedens wird der Mistelzweig in Skandinavien angesehen. Mit ihm konnte der Waffenstillstand gegenüber Feinden erreicht werden. Hatte ein Ehepaar Streit, küsste es sich unter dem Mistelzweig, um sich wieder zu versöhnen. Küsst sich in Kanada ein verliebtes Paar unter dem Mistelzweig, ist das wie ein Versprechen zur Hochzeit, und als Voraussagung für Glück und ein langes Leben. Fast weltweit gilt, Paare, die sich unter dem Mistelzweig küssen, verbringen den Rest ihres Lebens miteinander. Die Mistel ist eine geschützte Pflanze und darf nicht ohne Genehmigung gesammelt werden. Nur die Teile, die bereits von alleine durch beispielsweise das Wetter heruntergefallen sind.

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