Stefanstag

Der 26. Dezember ist nicht nur der zweite Weihnachtstag, es ist auch der Gedenktag für den heiligen Diakon Stephanus. Genannt wird der Tag Stephanitag, Stefanitag, Stephanstag und in seltenen Fällen auch Stephanustag. Da er als der erste christliche Märtyrer gilt, wird der Gedenktag liturgisch meist in roter Farbe zelebriert. Rund um den Stephanstag gibt es einige Bräuche, die sich allerdings nicht alle in ihrer Form halten konnten. Sie nehmen Bezug auf das Leben und die Todesumstände des heiligen Diakons. Zu den Bräuchen gehört zum Beispiel das „Stephanus-Steinigen“. Dabei handelt es sich um ein bestimmtes Trinkritual, das besonders von den Männern nach dem Gang in die Kirche gepflegt wurde. Teilweise gibt es die Bräuche im 21. Jahrhundert noch, aber in abgeschwächter Form. Um den Stephanitag gibt die verschiedensten Bräuche, die sich regional deutlich unterscheiden können. Ein weiterer Brauch ist das von Haus zu Haus gehen, um mit dem Aufsagen von kleinen Sprüchen ein paar Gaben einzusammeln.

Kirchliche Unterschiede

Während die evangelischen und katholischen Christen den Stephanitag am 26. Dezember feiern, wird er in der orthodoxen Kirche erst nach Weihnachten am 27. Dezember begangen. Stephanus war nach der biblischen Erzählung ein Diakon, der zusammen mit sechs anderen in Israel den christlichen Glauben verkünden sollte. Während einer Gerichtsverhandlung bekannte er sich zu seinem Glauben, und wurde zum Tod durch Steinigung verurteilt. Seine letzten Worte „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!” machten ihn berühmt. Er gilt deswegen als der Heilige Stephanus. Gestorben ist er circa im Jahr 40 n.Chr.

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